Positionspapier gegen Rassismus und Ausgrenzung

Wir positionieren uns gegen Rassismus und Ausgrenzung! Der Weg zu einer global nachhaltigen Politik in Thüringen und weltweit führt nicht über Nationalismus, gesellschaftlich verankerten Rassismus und Diskriminierung von Menschen auf Grund ihrer Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung.

Für eilige Leser*innen gibt es [hier] den Link zum Positionspapier.

Vor dem Hintergrund der im September und Oktober anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen finden wir es wichtig, sich eindeutig gegen Rassismus und Ausgrenzung zu positionieren und für eine weltoffene, solidarische und nachhaltige Gesellschaft zu werben. Verschiedene ostdeutsche entwicklungspolitische Vereine, entwicklungspolitische Landesnetzwerke haben gemeinsam mit der Stiftung Nord-Süd-Brücken angesichts starker rechtspopulistischer, nationalistischer und rassistischer Entwicklungen in unserer Gesellschaft ein Positionspapier mit dem Titel "Niemanden zurücklassen! Für eine weltoffene, solidarische Gesellschaft – gerade jetzt!" erarbeitet. Wir erklären darin, warum diese Phänomene uns als entwicklungspolitische Akteure herausfordern.

Rassismus, Rechtspopulismus, Nationalismus und Ausgrenzung untergraben unsere entwicklungspolitische Arbeit und Wirkungen. Deswe­gen und als Teil einer wehrhaften und handlungsfähigen Zivilgesellschaft, die eine weltoffene, solidarische, gerechte und nachhaltige Ge­sellschaft anstrebt, fordern wir:

  • Lokal-, Landes- und Bundespolitik soll Rassismus entschieden entgegentreten. Die Zivilgesellschaft, die Rassis­mus bekämpft, soll gestärkt und nicht in ihrem Engagement behindert werden.
  • Politik, Verwaltung und Fördereinrichtungen müssen die Beiträge von Migrant*innen, PoC und Geflüchteten bei der Gesta ltung einer weltoffenen, solidarischen und gerechten Gesellschaft deutlich stärker würdigen und ent­ sprechende Ressourcen bereitstellen.
  • Politik muss die ländlichen Regionen für alle, die dort leben wollen oder müssen, attraktiver gestalten. Statt weiterem Abbau der Daseinsvorsorge fordern wir Investitionen in starke, resiliente und anpassungsfähige Regi­onen.
  • BMZ, Länder und private Geldgeber müssen die hier beschriebene zivilgesellschaftliche Arbeit offiziell und de­finitorisch als Teil der entwicklungspolitischen Bildungs- und Inlandsarbeit anerkennen.

Um unserer Positionierung und den Forderungen Sichtbarkeit zu verleihen, fordern wir alle ent­wicklungspolitischen Vereine und Initiativen aus Ostdeutschland und aus dem ganzen Bundesgebiet auf, sich mit einem starken entwicklungspolitischen Block an der Demonstration „Für eine offene und freie Gesellschaft - Solidarität statt Ausgrenzung" am 24.08.2019 in Dresden zu beteiligen.

Den Link zum Positionspapier gibt es [hier]

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Podiumsdiskussion: Ungehört und Unsichtbar - Koloniale Spuren in Thüringen

Dass Deutschland in Afrika einmal Kolonien besaß und sogar ein geschlossenes mittelafrikanisches Kolonialreich angestrebt hat, ist im öffentlichen Bewusstsein wenig präsent. Seit einigen Jahren jedoch wird die koloniale Vergangenheit des deutschen Kaiserreiches thematisiert. Eine intensive sowie kritische Auseinandersetzung mit diesem Teil der Geschichte fehlt allerdings. Dabei sind kolonialhistorische Spuren in unserem Alltag auch in Thüringen in Form von Straßennamen, Gebäuden oder im Sprachgebrauch gegenwärtig. Museale Sammlungen werden durch Kunst- und Alltagsgegenstände aus den Kolonien erweitert. Selbst in den ländlichen Regionen waren die Produkte der Kolonialwarenläden fester Bestandteil des Konsumalltags. Dies sind sichtbare Spuren, die von der Vergangenheit in die Gegenwart weisen. Unzählige andere sind weniger sichtbar. Das koloniale Erbe zieht sich in Deutschland sowie in Thüringen bis heute durch gesellschaftliche Strukturen und Institutionen und äußert sich in Vorstellungen und Umgangsweisen.

Den Menschen in den ehem aligen Kolonien ist der Kolonialismus noch heute allgegenwärtig. Erst allmählich findet auch hierzulande eine öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema statt und weckt das allgemeine Interesse für postkoloniale Fragestellungen. Notwendig sind mehr langfristige Kooperationen, um belastbare Beziehungen zwischen Wissenschaftler*innen und Institutionen aufzubauen, fachübergreifende Forschungsprojekte zu entwickeln und sich kritisch und mit einem transkulturellen Bewusstsein der Thematik zu öffnen.

Welche kolonialen Spuren gibt es heute noch im öffentlichen Raum in Thüringen? Eine Auseinandersetzung damit ist längst überfällig . Am 16. Mai werden die Expert*innen, im Rahmen eine Podiumsdiskussion, gemeinsam und interaktiv auf diese Spurensuche gehen und über ihre Bedeutung in der Gegenwart sprechen.

Der Eintritt ist kostenlos.


Datum: Donnerstag, 16.05.2019
Zeit: 19:00 - 21:00 Uhr
Ort: Stadtmuseum Camburg, Amtshof 1-2, 07774 Camburg

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#BalanceforBetter - Online Kampagne zur Gendergerechtigkeit

#BalanceforBetter - Online Kampagne zum Internationalen Frauentag (08.03.2019)

Click here to get to the English version.

Unsere Zukunft ist spannend und jeder Mensch kann eine Rolle bei der Schaffung einer besseren und ausgeglicheneren Welt spielen. Bis heute hat jedoch noch kein Land der Welt eine völlige Gleichstellung von Frauen und Mädchen erreicht. Der Kampf muss weiter gehen. Jedes Jahr haben wir am Internationalen Frauentag (08. März) die Möglichkeit uns für die weltweite Verwirklichung der Frauenrechte stark zu machen - und gleichzeitig soziale, wirtschaftliche und politische Bemühungen zu feiern.

Das Eine Welt Netzwerk Thüringen wird diese Gelegenheit nutzen, um sich mit anderen gegen geschlechtsspezifische Diskriminierung zusammenzutun und das Engagement derjenigen zu verstärken, die sich konsequent für die Gleichstellung der Geschlechter in der Welt einsetzen.

Wir starten eine einjährige Kampagne, #BalanceforBetter, als Teil einer internationalen Kampagne (mehr Infos und diesem Link). Damit möchten wir online und offline inspirierende Geschichten von Menschen aus Thüringen und aller Welt teilen, die ihren Beitrag zur Schaffung und Gestaltung einer geschlechtergerechten Gesellschaft leisten.Wenn Du/Sie der Welt Deinem/Ihrem Kampf gegen geschlechterspezifische Diskrimierung erzählen willst/wollen, ist das Deine/Ihre Chance. Hilf/Helfen Sie uns der weltweiten Öffentlichkeit Deine/Ihre Geschichte mitzuteilen.

Im globalen Ausmaß ist ein rasanter Wandel wahrzunehmen - Weltbürger*innen weigern sich, den Status quo zu akzeptieren. Sie engagieren sich für eine gerechte und bessere Welt, denn Frauenrecht ist Menschenrecht. Egal wie groß oder klein Dein/Ihr Beitrag ist, es Zählt! Ziel ist es ein geschlechtergerechtes Arbeitsumfeld, egalisierte Regierungen, eine solidarische Wirtschaftsweise und geschlechtersensible Medien, u. v. m. zu erreichen.

Schick uns/Schicken Sie uns Dein/ein Foto, mit einer "hands-out"-Balance-Pose (wie auf dem Foto unten dargestellt) und eine begleitende Kurzbeschreibung (100-150 Wörter) über Deinen/Ihren Beitrag zu Erreichung der Geschlechtergleichstellung unter:

E-Mail: p.singh@ewnt.org

Bei Fragen stehe ich gern zur Verfügung unter +49 (0) 170 71 75 505

Sei/Seien Sie dabei, teile Deine/teilen Sie Ihre Geschichte - und wir freuen uns auf Dein/Ihr Foto!

 

 

 

 


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