Auszeichnung der Landesarbeitsgemeinschaft BNE Thüringen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche UNESCO-Kommission haben am 20.11.2019 in Berlin die Landesarbeitsgemeinschaft Bildung für nachhaltige Entwicklung Thüringen (LAG BNE Thüringen) als herausragende Bildungsinitiative für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Die LAG BNE leistet als Netzwerk einen beispielhaften Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland.
Für Thüringen wünschen sich die Akteur*innen der LAG eine noch stärkere Einbeziehung der BNE in alle Bildungsbereiche und ein eigenes Förderprogramm.

Für die nachhaltige Entwicklung der Welt haben die UN die Agenda 2030 verabschiedet und 17
Nachhaltigkeitsziele (SDGs) formuliert. Ein zentrales Ziel ist – Nr. 4 – hochwertige Bildung. Das
grundlegende Prinzip bzw. Leitidee ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Sie befähigt
Menschen zu verantwortungsvollem Denken und Handeln und ist damit der Schlüssel zu allen
anderen Nachhaltigkeitszielen.
Das BMBF und die Deutsche UNESCO-Kommission zeichnen jedes Jahr herausragende Lernorte,
Kommunen und Netzwerke aus, um deren Arbeit zu würdigen und nach außen deutlich zu machen.

„Wir freuen uns riesig über diese Auszeichnung. Sie ist für uns eine Belohnung für die stetige Arbeit,
die vielen Diskussionen mit Akteur*innen und Ministerien und Ansporn für die weitere Arbeit, damit Nachhaltigkeit, Umgang mit den Folgen des Klimawandels, aber auch Themen der Einen Welt und globale Gerechtigkeit
noch stärker in allen Bildungsbereichen Eingang finden, sich auch die außerschulischen Anbieter*innen besser vernetzen und
ihren Forderungen mehr Ausdruck verleihen können“, so Maria Fronz und Jens Düring, Sprecher*innen
der LAG.
„Wir hoffen, dass uns die Auszeichnung auch noch mehr Rückhalt bei den Entscheider*innen im Land gibt
und wir beispielsweise mittelfristig ein Förderprogramm für BNE gemeinsam erarbeiten können“, so
die beiden weiter.

Die Jury begründet ihre Auszeichnung an die LAG wie folgt: „In der Landesarbeitsgemeinschaft
Bildung für nachhaltige Entwicklung sind in Thüringen Akteure der außerschulischen, non-formalen
Bildung organisiert. Ziel des Netzwerks ist es, die 17 Nachhaltigkeitsziele auf kommunaler und
Landesebene aufzugreifen und in die Nachhaltigkeitsprozesse zu integrieren. Die Jury würdigt das
hohe Engagement des Netzwerks zur strukturellen Verankerung von Bildung für nachhaltige
Entwicklung in Thüringen.“

 

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Von König Horst... Û Çîrokên din - Erzählvorstellung im EWNT am 22.11.

Erzählvorstellung auf kurdisch, arabisch und deutsch von und mit Annika Füser & Mohammed Kello

Das EWNT ist als Veranstaltungsort beim 2. Internationalen Erzählkunstfestivals Narrare in Jena dabei. Die diesjährige Ausgabe unter dem Titel Wurzeln & Flügel lässt vom 21. - 28. November 11 internationale Erzähler*innen an verschiedenen Orten in Jena ihre Geschichten erzählen.

In der Bibliothek des EWNT werden Annika Füser und Mohammed Kello ihre Geschichte "Von König Horst... Û Çîrokên din" auf kurdisch, arabisch und deutsch erzählen:

König Horst sitzt auf seinem Thron und überblickt sein Reich, das sich in Ordnung und Ruhe unter seinem Blick erstreckt. König Horst liebt seine Ordnung…
Doch plötzlich fangen die Berge um sein Reich an zu erzittern. Die Erde bebt. Ein riesiger Spalt bricht auf und Menschen strömen herein. Sie schwingen bunte Fahnen, schreien und singen und sie erzählen. Sie erzählen ihre Geschichten: Siname, der der Kopf raucht vor Sorgen; Maria, die den Pfarrer hereingelegt hat und die palästinensische Prinzessin, die es schaffte die Sonne einzufangen.
Sie alle haben ihre Geschichten des Widerstands dabei.

Freitag, den 22.11.2019 ab 17 Uhr 
Eine-Welt-Netzwerk Thüringen e.V.
Kochstraße 1a | 07745 Jena

Eintritt frei.

Veranstalter:
Lese-Zeichen e.V. Jena / Antje Horn
JenaKultur-Villa Rosenthal

 

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EWNT-Referent*innentreffen am 05. Dezember 2019

Wir möchten die Bildungsreferent*innen herzlich einladen, am Donnerstag, den 05.12.2019 von 18:30 – 20:30

Uhr in unserem Seminarraum (Kochstraße 1, 07745 Jena) am Referent*innentreffen

teilzunehmen.

Wie auch bei den letzten Treffen wird es einen inhaltlichen Schwerpunkt geben, der

neue Impulse für die eigenen Bildungsangebote geben kann.

Es wird Zeit und Raum für Einblick in neue

Materialien und deren Einbindung in die Bildungsarbeit sowie für Austausch und

Fragen sein.

 

Bitte meldet die verbindliche Teilnahme am Treffen bis zum 30.11.2019 telefonisch unter

03641 22 49 951 oder per E-Mail an: m.fronz@ewnt.org zurück.

 

Der inhaltliche Ablauf ist wie folgt geplant:

18:30-19:00 Uhr Begrüßung, Kennenlernen „In welchem Programm bin ich tätig und

was war mein Highlight/Meilenstein/Fortschritt/Herausforderung in

2019 in der Bildungsarbeit“

19:00-19:30 Vorstellung BUGA 2021 und Möglichkeiten der Zusammenarbeit

19:30-20:00 Was erwartet uns in 2020?

20:00-20:30 Vorstellung von Didaktischem Material

Es wird einen kleinen Snack geben.

 

Um auf Wünsche und Bedürfnisse bestmöglich eingehen zu können, bringt bitte Fragen, Gedanken und Planungen für 2020 zum Treffen mitbringt.

 

Datum: Donnerstag, den 05.12.2019

Zeit: 18:30 - 20:30 Uhr

Ort: EWNT-Seminarraum

Kochstraße 1

07745 Jena

 

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Kultusministerkonferenz bekräftigt ihren Einsatz für die Ziele der Agenda Bildung 2030 der Vereinten Nationen

Erklärung der KMK betont hohe Bedeutung von inklusiver, chancengerechter und hochwertiger Bildung und würdigt internationalen Austausch in der Bildungspolitik


Im Rahmen der Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) am 17. und 18. Oktober in Berlin haben die Kultusministerinnen und Kultusminister der Länder eine gemeinsame Erklärung zur Agenda Bildung 2030 der Vereinten Nationen (SDG 4) verabschiedet.

Die Erklärung findet Ihr hier als Direct-Link.

In der Erklärung unterstreicht die KMK „die hohe Übereinstimmung zwischen der Bildungspolitik der Länder und den Zielen der Agenda Bildung 2030, deren Kernziele – Teilhabe, Chancengerechtigkeit, Bildungsqualität sowie lebenslanges Lernen – Gegenstand intensiver bildungspolitischer Bestrebungen der Länder sind“. Der umfassende Bildungsbegriff, der der Agenda Bildung 2030 wie auch dem deutschen Bildungssystem zugrunde liegt, fördere die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit und eine freiheitlich-demokratische und nachhaltige Gesellschaft gleichermaßen. Die KMK verweist auf die zahlreichen bildungspolitischen Maßnahmen und Initiativen der Länder zu den Handlungsfeldern der Agenda. Der internationale Austausch unter dem Dach der UNESCO und anderen internationalen Organisationen biete die Chance, wertvolle Anregungen für die Entwicklung eigener Strategien zu erhalten sowie anderen Staaten die eigene gute Praxis vorzustellen. Die KMK bekräftigt, dass sie „ihr Engagement für die in der Agenda Bildung 2030 enthaltenen Ziele gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern auch in Zukunft fortsetzen“ wird.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz und Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: „Mit ihrer Erklärung bekennen sich die Länder zu den Zielen der Bildungsagenda 2030 wie Bildung für nachhaltige Entwicklung, Demokratiebildung, Inklusion, Weiterentwicklung der Lehrerbildung, Stärkung der beruflichen Bildung und Bekämpfung des funktionalen Analphabetismus. Die Kooperation unter dem Dach der UNESCO ist, gerade auch in Zeiten internationaler Spannungen und angesichts vielfältiger Bedrohungen unserer demokratischen Systeme, von großer Bedeutung für den Austausch zu bildungspolitischen Herausforderungen und für das Setzen neuer Impulse.“

Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Maria Böhmer begrüßt die Erklärung der KMK: „Weltweiter wirtschaftlicher Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde – darauf sind die 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ausgerichtet. Bildung ist dabei Ziel und Schlüsselfaktor zum Erreichen aller Ziele zugleich. Globale Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam lösen. Deshalb ist das Bekenntnis der Länder zur Agenda Bildung 2030 essenziell. Mit ihrem Einsatz für chancengerechte und hochwertige Bildung für alle leisten die Länder einen wichtigen Beitrag zur Weltgemeinschaft.“

Die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben 2015 die 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) verabschiedet, welche die zentralen Zukunftsaufgaben der Menschheit beschreiben. Das Globale Nachhaltigkeitsziel 4, ausdifferenziert durch die Agenda Bildung 2030, fordert: „Bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherzustellen“. Die UNESCO koordiniert die Umsetzung der Agenda Bildung 2030 auf internationaler Ebene.


Auch in Thüringen wurde die inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung in den Blick genommen und auf dem BNE-Symposium 2018 gewürdigt: 

Das 25-jährige Jubiläum des Globalen Lernens in Thüringen wurde 2018 mit einem zweitägigen Angebot begangen. Am 19.09. lag mit der Abendveranstaltung #globalslam2018 der Schwerpunkt auf der Wertschätzung langjährigen Engagements, der Vernetzung und dem Austausch der Akteure; mit Workshop-Angeboten und viel inhaltlichem Input standen am 20.09. die Entwicklung neuer Ideen und Anregungen für die eigene Bildungsarbeit im Fokus. Beide Veranstaltungen wurden in Zusammenarbeit des Eine Welt Netzwerk Thüringen e.V., der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und Arbeit und Leben Thüringen geplant und durchgeführt.

Die Dokumentation des BNE-Symposiums findet Ihr hier den Direct Link.

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Akteure des Globalen Lernens fordern die Stärkung politischer Bildung

"Wir ermutigen alle Organisationen des Globalen Lernens: Setzt Euch mit Eurer entwicklungspolitischer Bildungsarbeit für globale Gerechtigkeit und gegen Rassismus ein." so lautet die Aufforderung des öffentlichen Statements des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags und seiner 120 entwicklungspolitischen Mitgliedsgruppen vom September 2019.

Das komplette Statement des BER gibt es hier als .pdf.

Akteure des Globalen Lernens fordern die Stärkung politischer Bildung

Gegen antidemokratische Tendenzen in der Gesellschaft

Gegenwärtig werden zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Menschenrechte einsetzen, von Rechtspopulisten kriminalisiert. Kinder und Jugendliche werden zur Denunziation von demokratischen Haltungen ihrer Lehrer*innen aufgefordert. Menschen, die sich gegen Hetze und Rassismus engagieren, werden bedroht und eingeschüchtert. Diese Angriffe auf die politische Bildung sind Teil der wachsenden antidemokratischen Tendenzen in der Gesellschaft. Wir wehren uns gegen den Angriff der Rechtspopulisten auf die politische Bildung.

Politische Bildung muss gestärkt werden

Als zivilgesellschaftliche Organisationen des Globalen Lernens fordern wir die 16 Landesregierungen auf, die politische Bildung insbesondere zu den Menschenrechten und zu Themen der globalen Gerechtigkeit zu stärken. Wir fordern Schulen auf, demokratieverachtende, rassistische Parolen oder menschenfeindliche Äußerungen nicht zu tolerieren. Lehrer*innen sind durch das Grundgesetz und die Landesschulgesetze dazu verpflichtet, Kinder und Jugendliche im Geiste der Menschenwürde, Demokratie, Toleranz und Gleichberechtigung zu erziehen. Wir ermutigen Lehrer*innen darin, rassistischen Äußerungen zu widersprechen.

Politische Bildner*innen haben unsere Unterstützung

Wir stehen solidarisch an der Seite derjenigen Bildner*innen, die von Rassismus betroffen sind. Wir unterstützen politische Bildner*innen, die Kindern, Schüler*innen und Erwachsenen Impulse für eine solidarische sowie zukunftsfähige Weltgesellschaft geben:

Wir ermutigen alle Organisationen des Globalen Lernens: Setzt Euch mit Eurer entwicklungspolitischer Bildungsarbeit für globale Gerechtigkeit und gegen Rassismus ein.

Die Akteur*innen des Eine Welt Netzwerk Thüringen unterstützen diese Forderungen und fordern die aktuelle und auch die zukünftige Thüringer Landesregierung auf, die politische Bildung insbesondere zu den Menschenrechten und zu Themen der globalen Gerechtigkeit zu stärken.

Schaut euch an, was die Thüringer Parteien zum Thema Globales Lernen und Entwicklungspolitik zu sagen haben. Besucht unsere Webseite zur unserer Kampagne #wahlglokal: www.wahlglokal-ewnt.org

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