WORKSHOP: Hunger nach Rohstoffen am 30.08.2018 in Nordhausen

Deutschland zählt als wichtige Industrienation zu den größten Rohstoffkonsumenten der Welt. Was heißt das konkret? Wie viel konsumieren wir? Und was bedeutet eigentlich Ressourcengerechtigkeit? In dem Workshop werden globale Lieferketten der Rohstoffindustrie aus menschenrechtlicher  Perspektive analysiert. Weiterhin wird grundlegendes Wissen über Akteure, Instrumente und aktuelle Debatten deutscher Rohstoffpolitik vermittelt.
Die Referent*innen zeigen exemplarisch auf, welche Folgekosten der weltweite Wettlauf um Ressourcen im globalen Süden mit sich bringt. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, sich anhand exemplarischer Wertschöpfungsketten des Rohstoffsektors mit menschenrechtlichen und ökologischen Herausforderungen entlang globaler Lieferketten für alltägliche Produkte auseinanderzusetzen. Im Workshop werden zudem konkrete Beispiele zivilgesellschaftlichen Engagements lokaler Gemeinschaften aufgezeigt, die rund um Bergbaugebiete aktiv Menschenrechte einfordern und verteidigen. Hierbei liegt ein besonderer Fokus auf dem Recht, Entscheidungen über Projekte zu treffen, die ihr eigenes Land betreffen.

Im praktischen Teil des Workshops lernen die Teilnehmenden kreative Aktionsformen (z.B. Kommunikationsguerilla, Flashmob, unsichtbares Theater, Pressestunt)  kennen und entwickeln ein grundlegendes Verständnis darüber, was eine wirksame Aktion ausmacht.  Zudem erfahren sie, wie zivilgesellschaftliches Engagement öffentlichkeitswirksam genutzt werden kann, um den Handlungsdruck auf Politikvertreter*innen zu erhöhen.

Es referieren:

Beate Schurath ist seit 2014  Referentin für Ressourcengerechtigkeit bei INKOTA Netzwerk e.V. und setzt sich mit Kampagnen- und Informationsarbeit für eine zukunftsfähige, sozial und ökologisch gerechte Rohstoffpolitik ein. Aktueller Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Frage, wie die Rohstoffnutzung für Zukunftstechnologien, Industrie 4.0 und Elektromobilität sinnvoll politisch flankiert werden kann, um menschenrechtliche und ökologische Standards entlang der globalen Lieferketten sicherzustellen. Die Kulturwissenschaftlerin arbeitete zuvor mehrere Jahre im westafrikanischen Benin als DED-Beraterin für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen im Pendjari Biosphärenreservat.

Oscar Choque ist seit März 2017 bei Ayni e. V. (Leipzig/Dresden) als Eine-Welt Fachpromotor für Rohstoffmärkte, Entwicklungen und Migrationsbewegungen tätig. Seine Aufgabe besteht unter anderem  darin,  über die Zusammenhänge zwischen dem Rohstoffabbau im Globalen Süden sowie die Rohstoffverschwendung im Globalen Norden und die damit verbundenen sozioökonomischen und ökologischen Folgen in verschiedenen Zielgruppe darüber zu sprechen und sensibilisieren. Er ist in einem Bergwerk in Bolivien aufgewachsen und hat er dort gearbeitet. Derzeit beschäftigt sich er konkret mit dem Zusammenhang der Lithiumabbau in Dreiländereck (Argentinien, Chile und Bolivien) und der Frage der Partizipation (Menschenrechte in Batterie Lieferkette) der Gemeinden vor Ort.

Datum: 30.08.2018, 9.30 – 17.00 Uhr

Veranstaltungsort: Schrankenlos e.V. Barfüßerstraße 32, 99734 Nordhausen

Kooperationspartner: Heinrich Böll Stiftung Thüringen e.V. und Schrankenlos e.V.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Anmeldungen bei Frau Stephanie Tiepelmann-Halm unter sth |@| schrankenlos.net bis zum 29.08.2018.

Für Getränke ist gesorgt, im Weltladen gibt es die Möglichkeit zur individuellen Verpflegung.

 

 

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6. BlickpunktWelt-Sommerfilmcamp

An alle filmbegeisterten Jungs und Mädchen zwischen 8 und 15 Jahren!

Vom 8. bis 14. Juli 2018 heißt es wieder: Ton ab! Kamera läuft!

Für das 6. BlickpunktWelt-Sommerfilmcamp werden wir unsere Zelte auf dem Gelände des Kanubootshauses (SV Schott) aufschlagen. Neuer Ort - neue Ideen - neue Filme!

Unser Team (Tini, Tobias, Torsten, Karli, Dorit und Ulli) steht in den Startlöchern, um mit euch 7 spannende Tage zu erleben. Am 8.7. um 13.00 Uhr geht´s los. Direkt an der Saale und so nah am Schleichersee wird rund um das Thema Wasser allerlei Spannendes zu hören, zu sehen und zu erleben sein. In kleinen Teams werdet ihr eure eigenen Ideen unter fachkundiger Anleitung in spannende Filme verwandeln, das heißt ihr selbst könnt euch ausprobieren als Regisseur, vor und hinter der Kamera, beim Requisiten basteln und natürlich beim Filmschnitt.

Und am Samstag um 13.00 Uhr werden EURE Filme im Kino im Schillerhof auf großer Kinoleinwand laufen.

Wer also Lust und Zeit hat, einfach anmelden unter der 03641 2249952 oder bpw |@| ewnt.org.

 

Wir freuen uns auf euch und eine gemeinsame Woche.

Euer BlickpunktWelt-Team

Flyer

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E-Mobilität – Alles Grün oder was?

Filmvorführung und Diskussion

im Klimapavillon in Weimar am 30.5.2018 von 17:30 – 19:30 Uhr

Elektroautos werden nur zu gern als Allheilmittel einer sauberen und zukunftsfähigen Mobilität betrachtet. In den dafür notwendigen Stromspeichern wird häufig der Rohstoff Lithium eingesetzt, der meist in Ländern des Globalen Südens gewonnen wird.

Mit dem Film „Die Lithium Revolution“ (http://www.gebrueder-beetz.de/produktionen/die-lithium-revolution)  und einer anschließenden Diskussion möchten wir den Run auf bolivianisches Lithium aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Gemeinsam mit unseren Expert*innen und dem Publikum werden wir eine Bestandsaufnahme zur aktuellen Situation in Bolivien vornehmen, aber auch beleuchten, welchen Nutzen der Lithiumabbau für die E-Mobilität in Ländern des Globalen Südens mit sich bringen kann.

https://www.facebook.com/events/2054215094852657/

 

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Gender. Macht. Nachhaltig.

SAVE THE DATE:

Vom 16.Oktober bis 23. Oktober finden in mehreren Thüringer Städten die Veranstaltungsreihe Gender. Macht. Nachhaltig. statt. Organisiert werden die Veranstaltungen vom Eine Welt Netzwerk Thüringen e.V. in Kooperation mit lokalen Akteuren. Die Reihe fokussiert Ziel 5 der Agenda 2030 - Gleichstellung der Geschlechter.

Personen aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen sind unterschiedlich von den Auswirkungen globaler Phänomene betroffen. Wir stellen uns daher die Frage, welche besonderen Herausforderungen auf Kinder, Frauen, Männer und LGBTQ  (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender and Queer)  zum Beispiel durch den Klimawandel oder eine bestimmte Friedenspolitik zukommen. Mit einer geschlechterneutralen Perspektive können Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung nicht adäquat gelöst werden. Daher möchte die Veranstaltungsreihe einen Beitrag zu einer gendersensiblen Diskussion leisten. Wir möchten dem Publikum die Möglichkeit geben, sich auf Augenhöhe mit den vielfältigen Themen und Herausforderungen zu beschäftigen. Die Veranstaltungen richtet sich an interessierte Vereine, Eine Welt Akteure sowie Jugendliche und Politiker und Politikerinnen. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf unserer Facebook-Seite.

16.10. - 18:00 bis 20:30 Uhr: "ECOgender: Gender-Sensibilität als Weg zu Nachhaltiger Klimapolitik, Frauenzentrum Erfurt


19.10. - 18:00 bis 20:30 Uhr: Mut, Risiko und Überleben: Wie Frauen in und über Afghanistan berichten und die Zukunft mitgestalten, Frauenzentrum Jena


23.10. - 18:00 bis 20:30 Uhr: Eine Erzählung ÜberMUT: Genderverhältnisse in Frieden und Konflikt, mon ami Weimar

 

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zusammmengefasst und reflektiert

Fortbildung Globales Lernen und Bildung und Vermittlung im Museum

Am 14.Dezember 2016 konnten freie Museumspädagogen im Stadtmuseum Jena spannende Einblicke in den neuen Arbeitsbereich des Globalen Lernens im Museum gewinnen. Gemeinsam wurde der Frage nachgegangen, welchen Beitrag Museen und Ausstellungen zu viel diskutierten Fragen der Nachhaltigkeit und globalen Entwicklung leisten können. In den Ausstellungsräumen entdeckten die Teilnehmer Spuren der Globalisierung, die Jena in der Vergangenheit prägten: von beliebten Kolonialwaren wie Schokolade, Tee und Kaffee im 19. Jahrhundert, bis hin zum Jenaer Wein, der im späten Mittelalter weite Entfernungen gehandelt wurde.

Zielstellung und Ergebnisse:

Ziel der Fortbildung war es, Jenaer Museen als Lernorte des Globalen Lernens zu erschließen und Akteure in den Bereichen Museumspädagogik und Globales Lernen zu vernetzen. Den Teilnehmern wurden Grundkenntnisse der Museumspädagogik sowie des Globalen Lernens vermittelt. Dabei wurde gemeinsam die Erkenntnis gewonnen, dass beide Bildungsbereiche durch zahlreiche Schnittmengen – inhaltlich sowie methodisch-didaktisch – miteinander verknüpft sind.

Im Ergebnis wurden konkrete Anknüpfungspunkte, Methoden und Inhalte in den Dauer- und Sonderausstellungen des Stadtmuseums und der Kunstsammlung Jena diskutiert und festgehalten. Die Teilnehmer wurden befähigt, Themen des Globalen Lernens in ihre museumspädagogische Arbeit einzubringen. Hier findest Du eine Methodenübersicht aus der Fortbildung und hier haben wir Dir in einer Linkliste mit weiteren Infos zusammengestellt.

Gemeinsames Fazit:

Historisches und Globales Lernen im Museum schafft eine spannende Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft und regt den Besucher an, aktuelle Themen zu diskutieren. Die neu gegründete Arbeitsgruppe will die Impulse aus der Fortbildung aufgreifen und zukünftig Veranstaltungen in Jenaer Museen zum Globalen Lernen anbieten. Ziel der Arbeitsgruppe wird es sein, im Jahr 2017 ein Pilotprojekt zum Globalen Lernen in den drei städtischen Museen der Stadt Jena durchzuführen (Stadtmuseum, Romantikerhaus und Kunstsammlung).

 

 

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